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TheateraufführungChaotische Verwechslungen mit fantastischer Situationskomik Oberstufen-Theater-AG des Hariolf-Gymnasiums: „Und ewig rauschen die Gelder“ Die Aufführung der Boulevardkomödie „Und ewig rauschen die Gelder“ durch die Oberstufen-Theater-AG des Hariolf-Gymnasiums überzeugte mit seinen Schauspielern durch viel Wortwitz und Situationskomik. Durch die perfekte Besetzung der einzelnen Rollen gelang es den Schauspielern eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie zu präsentieren und den zahlreichen Besuchern einen äußerst kurzweiligen und lustigen Abend zu bescheren. SINA RIEGER In dem Theaterstück von Michael Cooney geht es um den seit zwei Jahren arbeitslosen, doch cleveren und coolen Eric Swan (Joachim Zundler), der in einem wild-komischen Parcours die verschiedenen finanziellen Segnungen des Sozialstaates selbst dann noch verteidigt, als bereits Bedienstete vom Sozialamt vor der Tür stehen. Denn weil Eric es nicht übers Herz bringt, die Arbeitslosigkeit seiner energischen Frau Linda (Marie-Louise Vorbach) zu gestehen, erfindet er immer neue angeblich hilfsbedürftige Untermieter, um deren „Schlecht-Wetter-Geld“, Umzugsgeld, Krankheitsgeld, Unfallgeld, Rentengeld und vieles mehr von der großzügigen Sozialverwaltung in Anspruch zu nehmen. Seine Anträge lösen eine wahre Lawine der staatlichen Hilfsbereitschaft aus. „Sie fragten ´Sind alle Mitbewohner arbeitslos?`. Ich sagte ´ja` und sie schickten mir mehr Geld.“ Als Eric das ganze Vorgehen über den Kopf wächst, beschließt er, einen nach dem anderen als tot zu melden, nichtahnend, dass das Spektakel noch viel größere Ausmaße annehmen würde, denn das Sozialamt will ihm entsprechende zusätzliche Gelder, wie Beerdigungsbeihilfe und Witwengeld für seine Frau auszahlen. Ausgerechnet dann erscheint wegen einiger notwendiger Unterschriften die besserwisserische Sozialarbeiterin Mrs. Jenkins (Monika Rup) und Eric gibt sich ihr gegenüber als sein eigener Untermieter Norman Basset (Manuel Henrich) aus, der so ganz im Sinne von Eric, unfreiwillig in die Sache hineingezogen wird. Mit vielen Notlügen versuchen sich die beiden zu retten, doch als Erics Frau Linda, die aufgrund der Entdeckung versteckter Frauenkleider, Perücken und Unterwäsche glaubt, ihr Mann sei ein Kleiderfetischist, mit dem Eheberater Dr. Chapman (Andreas Schmidt) auftaucht, wird das Chaos perfekt. Durch die Erfindung immer weiterer Geschichten und das Erscheinen der aufdringlichen und extrem hilfsbereiten Familienhelferin Sally Chessington (Leonie Zwick) spitzt sich die Lage zu. Als der Leichenbestatter Mr. Forbright (Philipp Schmidt) die angebliche Leiche Onkel George (Tim Schönberger), der eigentlich nur durch einen häuslichen Unfall bewusstlos wurde, abtransportiert, wird es immer hektischer und Linda muss eingesperrt werden: „Sie isst Tapete; ihr Sternzeichen steht gerade im Uranus!“ Nach mehrmaligem Szenenapplaus ist nun auch der Höhepunkt der Geschichte erreicht: Die völlig verzweifelte Verlobte von Norman, Brenda (Anna-Maria Tatu), trauert um ihren angeblich verstorbenen Verlobten; ihr wurde erklärt, er sei beim Üben für seine Arbeit von einem Baum gestürzt.“Wollen Sie mir etwa erzählen, dass Norman versucht hat, auf einem Baum Schuhe zu verkaufen?!“ Doch als dann als krönender Abschluss noch die berechnende Leiterin der Prüfabteilung des Sozialamtes, Mrs. Cowper (Nikola Schmid), auftaucht, verleiht das dem Geschehen eine überraschende Wende: Eric und alle Beteiligten sollen absolutes Stillschweigen über die Betrügereien bewahren, denn „wenn die Presse davon Wind bekommt, ist unser Sozialstaat in seinen Grundsätzen erschüttert!“ Aufgrund Erics grandiosem Talent im Umgehen des staatlichen Kontrollsystems bekommt er als „Experte“ einen Arbeitsplatz beim Sozialamt. Als Anerkennung für die überaus gelungene Darbietung überreichte Schulleiter Rainer Matzner den Schauspielern und sonstigen Mitwirkenden sowie für die künstlerische Gesamtleitung den beiden Lehrerkollegen Axel Dürr und Dunja-Alexandra Frei unter stürmischem Applaus ein kleines Geschenk. |
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